Corporate Video Index: YouTube als zentrale Plattform

YouTube ist wichtiger als die eigene Webseite, das durchschnittliche Corporate Video ist knapp vier Minuten lang und vier von fünf Unternehmen haben weniger als eine Million Abrufe auf ihrem YouTube-Kanal. Das sind nur einige der Ergebnisse des ersten „Corporate Video Index Deutschland“, den Prof. Sven Pagel von der FH Mainz Anfang Dezember 2013 auf dem Trend Day der Corporate TV und Video Association (CTVA)  in München vorstellte. Dabei nahmen die Forscher der FH Düsseldorf und Mainz im Oktober 2013 die Videoaktivitäten der 500 umsatzstärksten deutschen Unternehmen unter die Lupe und führten parallel eine Expertenbefragung durch.

Hier ein paar Auszüge aus der Studie:

  • 68 % der Top 500-Unternehmen haben (mindestens) einen eigenen YouTube-Kanal, aber nur 22 % setzen Videos auf der eigenen Webseite ein
  • Dreiviertel aller YouTube-Firmenkanäle sind älter als 4 Jahre
  • Im Durchschnitt umfasst ein Unternehmenskanal auf YouTube etwa 130 Videos
  • 50 Prozent der Firmen haben auf ihrem YouTube-Kanal weniger als 100.000 Abrufe und nur 18 Prozent haben mehr als 1 Million Abrufe
  • Am häufigsten eigesetzt werden Videos auf der eigenen Webseite auf der Homepage sowie in den Bereichen HR und Unternehmensdarstellung („Über uns“)
  • Zwei Drittel aller Videos sind länger als 120 Sekunden
  • Wurden Videos auf den Unternehmens-Webseiten publiziert, hat nur jedes achte Unternehmen auch eine Social Media-Funktion in den Player eingebettet
  • Die durchschnittliche Länge eines Corporate Videos liegt bei knapp 4 Minuten (3:56)
  • Die mit Abstand meisten Videos (44 %) sind für die Medien als Zielgruppe gemacht
  • Die Produktion von Videos wird hauptsächlich an externe Dienstleister ausgelagert
  • Gut die Hälfte der befragten Experten (leider kamen nur 17 Antworten zusammen) prognostizieren, dass das Budget für Corporate Video 2014 steigen wird

Mit dem Corporate Video Index liefern die CTVA als Auftraggeber und die Fachhochschulen Düsseldorf und Mainz als durchführende Instanz, wichtige Basisdaten für den deutschen Markt. Damit die nicht ganz billige Erhebung künftig weitergeführt werden kann, suchen die Initiatoren noch Sponsoren.

2018-02-20T10:49:03+02:00 5. Juni 2014|

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