Erklärvideos mit 3D-Elementen

Beeindruckend an 3D-Animationen ist die realistische Optik, die wir als besonders ästhetisch empfinden. Vor allem für Produktvideos ergeben sich daraus bedeutende Aspekte. Weil die exakte Darstellung eines Objekts möglich ist, wird der Wiedererkennungswert optimiert. Zudem können Funktionsweise und Bedienung detailliert gezeigt werden.

Dabei entsteht das 3D-Modell für ein Erklärvideo vollständig am Computer. Im ersten Schritt wird ein sogenanntes Drahtgitter Modell erstellt. Dafür arbeiten die Designer mit einer speziellen Software wie zum Beispiel Maya oder Cinema 4D, oder sie nutzen vorhandene CAD-Dateien.

Wireframe-Modell Wäschetrockner Leifheit

Wireframe-Modell eines Wäschetrockners

Als nächstes bekommt das rasterartige Modell eine realistische Oberfläche – die Textur. Dabei werden dem Objekt Beschaffenheit, Farben und Strukturen zugewiesen.

Leifheit_textur

3D-Modell eines Wäschetrockners von Leifheit

Um das 3D-Objekt schließlich in Bewegung zu bringen, bestimmt der Designer Start- und Endpunkte der einzelnen Bewegungen sowie die gewünschten Perspektiven, Licht und Schatten. Je realistischer das Bild aussehen soll, desto aufwendiger ist dieser Prozess. Natürlich muss das 3D-Modell anschließend auch noch vor den entsprechenden Hintergründen positioniert werden. All diese Parameter muss der Computer berechnen, um daraus die finalen Bilder zu erstellen. Diesen sehr zeitaufwendigen Vorgang nennt man Rendern.

In diesem Erklärvideo von how2 wird ein Wäschetrockner der Firma Leifheit als dreidimensionales Objekt in Szene gesetzt. Dadurch wird deutlich, dass das Produkt im Fokus steht, während Live-Zeichnungen und Animationen das Bild ergänzen. Dieses lebendige Zusammenspiel der unterschiedlichen Stil-Elemente ermöglicht eine anschauliche Produkterklärung und steigert gleichzeitig die Emotionalität beim Zuschauer.

Die naturgetreue Darstellung von Lebewesen verlangt besonders viele Animationsprozesse. Alle Bewegungen von Augen und Lippen sowie der Gliedmaßen müssen programmiert werden. Alternativ können menschliche Bewegungen auch mittels Motion Capture erfasst und auf computergenerierte 3D-Modelle übertragen werden. Das vereinfacht die Arbeit für den Designer erheblich, erfordert allerdings eine spezielle technische Ausrüstung.

Das Erklärvideo „FIFA 14 – Capturing Gareth Bale’s Technique” von EA SPORTS FIFA gibt einen guten Einblick in die Funktionsweise des Motion Capturing. Hier wurde die Technik für die Produktion eines Konsolen-Games genutzt, bei dem die Avatare der Fußballer möglichst realistisch wirken sollen.

Beeindruckend an der 3D-Animation ist vor allem die detailgetreue Beschreibung von Prozessen, die in der Realität gar nicht einsehbar wären. Die Funktionsweise eines Motors oder einer Maschine beispielsweise.

MAN Diesel & Turbo zeigt in seinem How-to-Video „3D animation of screw compressor working principle” wie ein Prozessgas-Schraubenkompressor arbeitet. Sowohl Mitarbeiter als auch Arbeitgeber profitieren in diesem Fall von dem anschaulichen Erklärfilm.

2018-02-20T10:50:27+00:00 30. Mai 2014|

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